Archiv für November 2011

PM: Totschweigen, verschleppen, verharmlosen

Totschweigen, verschleppen, verharmlosen – über den Umgang der Kölner Polizei und Ermittlungsbehörden mit extrem rechter Gewalt und der mutmaßlichen Unterstützung der NSU durch die lokale Neonaziszene.

Am 20.11. berichtete der WDR in der Sendung Westpol über die Teilnahme der mordenden Zwickauer Neonazis Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt an einem Neonazi-Treffen im Jahre 2009 in Erftstadt. Axel Reitz soll laut Bericht eines Augenzeugen das Trio persönlich begrüßt und in Empfang genommen haben. Die langjährigen teilweise intensiven Kontakte von Reitz zu dem mutmaßlichen NSU-Unterstützer Thomas Gerlach und dem am Montag den 29.11.2011 als mutmaßliches NSU-Mitglied verhafteten Ralf Wohlleben, lassen diese Verbindung immer plausibeler erscheinen.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Frage, ob Reitz und andere Neonazis aus der Region zu den NSU-Terroristen Kontakt hatten, sondern auch darum, ob sie die Terrorgruppe aktiv unterstütz haben. Schließlich fanden zwei der rechten Attentate in Köln statt und zumindest zum Zeitpunkt des Anschlags in der Keupstraße hatte Reitz nach eigenen Angaben (Quelle: WDR Westpol) bereits engen Kontakt zu dem mutmaßlichen NSU-Unterstützer Gerlach. (mehr…)

Kölner Neonazis mit Kontakten zur NSU?

Der Kreis scheint sich zu schließen

Die Verbindungen der extrem rechten Zwickauer Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in den Raum Köln werden immer offensichtlicher. Neben denen im gesamten Bundesgebiet verteilten rassistischen Morde an Migranten, gehen auch mehrere Sprengstoffanschläge auf das Konto der drei Neonazis und ihren Helfer_innen. Zwei dieser Anschläge aus dem Jahre 2001 und 2004 ereigneten sich in Köln. Sie verletzten mit massiven Sprengsätzen mehrere Menschen schwer.

Nach Informationen des WDR-Magazins „Westpol“ hatte das Trio Kontakte zu Kölner Neonazis.(Bericht) Sie berichteten gestern Abend, dass der führende Kopf einer langjährigen offen neonazistischen Kölner Kameradschaft(„Freien Kräfte Köln“), Axel R., die Terroristen kannte. Sie sollen 2010 an einer internen Saalveranstaltung im Erftkreis teilgenommen haben. Ebenfalls soll Axel R. und seine Kameraden beste Kontakte nach Thüringen und weiteren verdächtigen Helfer_innen der Zwickauer Terroristen gepflegt haben.

Bericht: Brauner Terror auch in NRW?

„Pro Köln/NRW“ gestoppt!


Bild: strassenstriche.net

Ein Mal um die Ecke gucken und zurück!

Kurzbericht - Die altbekannten Rechtspopulisten von „Pro Köln/NRW“ versuchten am Samstag den 19.11.2011 eine Demonstration durch Köln-Kalk durchzuführen. Sie starteten um 11 Uhr mit einer Busbesatzung im Schutze des Polizeipräsidiums von Köln. Mehr als ein paar Schritte wurden es jedoch nicht. Auf der von der Polizei abgeriegelten Kalker Hauptstraße formierten sich mehrere spektrenübergreifende Blockaden(wie konnte das geschehen?), die die RassistInnen zügig stoppten. Ein voller Erfolg. „Pro Köln/NRW“ konnte weder über die Kalker Hauptstraße, noch vor das AZ ziehen. Nach mehreren Stunden Stillstand und bröckelnden TeilnehmerInnenzahlen traten sie den Rückweg an.

„Pro Köln“ mit Kontakten zur Thüringer Neonazi-Szene


Foto nur nach Rücksprache verwenden! – Alle Rechte liegen bei dem Fotografen.

Am 09.03.2002 demonstrierte die rechtsextreme „Bürgerbewegung Pro Köln“ in Köln-Chorweiler gegen den Verfassungsschutz und die Beobachtung der Organisation durch die Behörde.
Mit dabei: eine Gruppe thüringischer Neo-Nazis. Fotos, die diese Gruppe die thüringische Landesfahne schwenkend zeigen, belegen dies. Ein Jahr nach dem Bombenanschlag des “Nationalsozialistischen Untergrunds“ auf ein iranisches Lebensmittelgeschäft in Köln und 2 Jahre vor dem Nagelbombenanschlag in der Keupstraße hatte die Bürgerbewegung also gute Kontakte zur thüringischen Nazi-Szene. (mehr…)

Presseschau: Rechter Terror

KÖLN – Offenbar gehen sowohl die Tötung einer Polizistin in Heilbronn als auch die sogenannten Döner-Morde, denen acht Türken und ein Grieche zum Opfer gefallen waren, auf das Konto von Neonazis. Auch mit dem Nagelbombenattentat auf der Keupstraße in Köln 2004 wird das Neonazi-Trio in Verbindung gebracht, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.
NRW Rechtsaußen

„Der offenkundige Zusammenhang zwischen dem Polizistenmord in Heilbronn und den neun sogenannten Döner-Morden, unter anderem 2006 in Dortmund, belegt die enorme Gefährlichkeit der neofaschistischen Szene in Deutschland“, erklärt Anna Conrads zur überraschenden Übernahme der Ermittlungen gegen drei militante Neonazis aus Thüringen durch die Generalbundesanwaltschaft.
Linksfraktion NRW

Die Aktionsgruppe Rheinland

Entwicklung und Bestandsaufnahme der Neonaziszene im Rheinland

In der LOTTA #33 erschien das letzte Mal ein LOTTA-Artikel über die „Aktionsgruppe Rheinland“, höchste Zeit also für eine Bestandsaufnahme. Was hat sich verändert? Welche Aktionsschwerpunkte und -formen gibt es? Und wie ist die Mobilisierungsfähigkeit der Gruppe einzuschätzen?

linksnet.de/de/artikel/27019
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Aufruf Kalk, 19.11.

Aufruf der Antifa´ Koordination Köln&Umland

Am Samstag, den 19.11.2011 plant „Pro Köln/NRW“ eine „Demonstration gegen links“ in Köln-Kalk. Ab 11 Uhr soll es über die Kalker Hauptstraße zur Kalker Post und dann zur Wiers-bergstraße zum Autonomen Zentrum gehen, dessen Schließung die Rechtsaußentruppe fordert. (mehr…)

KALK MACHT DICHT – gegen den Rassisten-Marsch am 19.November


KALK MACHT DICHT – gegen den Rassisten-Marsch am 19.November

mehr Infos auf dazwischengehen.mobi

Die selbst ernannte rechtsextreme „Bürgerbewegung“ Pro Köln macht einen erneuten Anlauf, um sich als Anwalt des kleinen Mannes zu verkaufen. Sie mobilisiert für Samstag, den 19.November für eine Marsch durch Köln-Kalk, angeblich gegen das Autonome Zentrum.
In Wirklichkeit will sie sich aber auch in Kalk mit ihrem rassistischen Programm profilieren. So hetzt Pro Köln schon seit Jahren gegen Moscheen, Homosexuelle, Andersdenkende, gegen MigrantInnen und überhaupt gegen alle, die nicht in ihr menschenfeindliches Weltbild passen.
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