Archiv für Juli 2013

The same PROcedure…

Die extrem rechte Partei hatte zum wiederholten Mal am vergangenen Samstag zu einer Kundgebung in Köln-Kalk aufgerufen. 150 GegendemonstrantInnen protestierten lautstark gegen diesen wiederholt stattfindenden provokanten Auftritt der RechtspopulistInnen vom Rhein. Viel Neues fällt „Pro Köln“ dabei seit Jahren nicht ein. Die gleichen RednerInnen, die immer wiederkehrenden extrem rechten Inhalte, mal offen, mal verklausuliert vorgetragen. „Pro Köln“ schafft es dabei seit Jahren nicht, die Menschen zu ihren Kundgebungen zu locken. 25 Rechte finden sich dieses Mal ein, die Gesichter sind bekannt. Nur einer fehlt seit Monaten: Markus Beisicht, der Chef der extrem rechten Gruppierung, agiert momentan eher im Hintergrund. Die Drohungen aus der salafistischen Szene scheinen ihm auf den Magen zu schlagen. Dies kann jedoch keine Entwarnung sein, sitzen Beisicht und seine rechten Freunde weiterhin im Kölner Parlament, und das mit tausenden Stimmen aus der Kölner Bevölkerung. Wie hoch das Potential für rassistische Inhalte zurzeit in der Stadt wirklich ist, wird sich im kommenden Jahr unter Beweis stellen, wenn die nächste Kommunalwahl ansteht. Kein Kölner, keine Kölnerin kann jedenfalls behaupten nicht zu wissen, wen sie da wählen.
Auffällig war an diesem Tag nur das Verhalten der Kölner Polizei, die die Mehrheit vor Ort stellte. (mehr…)

„Pro Köln“ Kundgebung in Kalk stören!

Am 27. Juli 2013 will die extrem rechte Partei „Pro Köln“ in der Nähe des AZ zwischen 11-14 Uhr eine Kundgebung abhalten. Sie knüpft damit an die Kriminalisierungsversuche von Seiten der Stadtverwaltung und der SPD an, die selbstverwaltete, erfolgreiche, kulturelle Arbeit von unten, durch einen Grünstreifen zerstören möchte. Wie in der jüngstenVergangenheit rufen wir zu einer Störung der Hetze der RassistInnen von „Pro Köln“ auf. Wie immer gilt das Prinzip: Wir sind da, wo die RassistInnen sind! Bei den letzten Kundgebungen in der Südstadt, Porz, Poll und Weiden, mit denen sie gegen AsylbewerberInnen hetzen wollten, konnten ihre Veranstaltungen mit Trillerpfeifen, Sprechchören und verschiedensten lautstarken Gegenständen geradezu verhindert werden. Der Kontakt zu Menschen vor Ort konnte durch Blockaden ebenfalls unterbunden werden. Und: Alles Gute kommt von oben! Seid kreativ und wütend!

PM/Stellungnahme „Das AZ verliert so langsam die Geduld“ des AZ zur aktuellen Lage findet ihr hier.

Clément, Clément, Antifa!

Goldener Abrissbagger verliehen!

Aus den Medienberichten der letzten Tage ist zu entnehmen, dass eine Räumung des Autonomen Zentrums (AZ) in Köln Kalk wahrscheinlicher den je wird. Die Ignoranz und der provinzielle Umgang der Stadt Köln und deren Verantwortlichen mit Menschen, die seit über drei Jahren erfolgreich selbstverwaltet Politik und Kultur machen, nahmen wir heute zum Anlass, um dem Oberbürgermeister Roters den „Goldenen Abrissbagger“ zu verleihen. Die Übergabe erfolgte während der Eröffnung des Edelweißpiratenfestivals in der Kölner Südstadt. Roters, seine SPD und die Sparkasse sind verantwortlich für die Zerstörung und Kriminalisierung von antifaschistischen Räumen und Projekten, die im AZ ihre Heimat gefunden haben. Daher ist es geradezu zynisch, dass Roters die Ehre erreicht, ein Festival zum Gedenken an Kölner Widerstandskämpfer zu eröffnen. Das folgende Flugblatt verteilten wir während der Aktion.

Unkommerzielle Freiräume erhalten! Das AZ muss bleiben!

Vor drei Jahren wurde das Autonome Zentrum in Köln Kalk in der Wiersbergstraße erst besetzt, durch eine weite Solidaritätswelle verteidigt und schließlich legalisiert. In der Zwischenzeit verkaufte der Besitzer des Gebäudes, die Köln/Bonner Sparkassen, das gesamte Gelände an die Stadt Köln. Die ehemaligen BesetzerInnen, mittlerweile MieterInnen, versuchten zwei Jahre lang über eine Zukunft des AZs zu verhandeln. Vor allem mit der Mehrheitsfraktion der SPD. Es sah gut aus. Als OB-Kandidat verkündete Jürgen Roters immerhin noch, dass ihm das AZ eine „Herzensangelegenheit“ sei. Dem ungeachtet entschieden die PolitikerInnen der Stadt in einem Hauptausschuß, dass es keine Zukunft mehr für das unkommerzielle und empanzipatorische Projekt geben solle. Der unbefristete Nutzungsvertrag wurde gekündigt. Seit dem 1. Juli ist das AZ jetzt akut räumungsbedroht.

Wir leben in einer Stadt, in der bezahlbarer Wohnraum und unkommerziell genutzte Räume täglich knapper werden. Mittlerweile sind es längst nicht mehr sozial schwache Gruppen, die aus den Innenstädten verdrängt werden. Mittlerweile kann selbst der Mittelstand die horrenden Mieten in den begehrten Vierteln nicht mehr zahlen. Das hat sogar die SPD erkannt. In einigen Vierteln laden sie diesbezüglich BewohnerInnen zu Gesprächen ein. Das soziale Image ist jedoch bloß eine Luftnummer in Hinblick auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr.
Tatsächlich setzen sich die PolitikerInnen der SPD nur verbal gegen steigende Mieten ein, realpolitisch dagegen viel lieber für Prestigeprojekte und Luxuswohungen wie den Rheinauhafen oder das Gerlingquartier.
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Instanbul United!

Edelweißpiratenfestival 2013

Edelweißpiratenfestival 2013

25 Bands auf 5 Bühnen spielen zu Ehren der unangepassten Jugend!
La Papa Verde, Nely & Nora, Eierplätzchenband, Skurilli, David Scribbles, B.E. & Fläshmob, Bohai, Pé de Moleque, Piroschka & Tabor, HopStop
Banda, Klaus der Geiger, SakkoKolonia, Rheinzig, Drago Riter Ensemble, Katy & Joujou, Schmackes, Heckenkapelle, Memoria, Polkageist, Wickidsz, Gehörwäsche, Und wieder Oktober,Singadjo, Allewelt Ensemble, Grundschule Zugweg, Singender Holunder …
+ Zeitzeugen-Café, Ausstellung, Kindermalen
+ Info-Stände

So. 14.07., ab 14 Uhr im Kölner Friedenspark,
Oberländer Wall / Titusstraße Südstadt

AZ-Demo – Kurzbericht

Am Samstag, den 6. Juli, versammelten sich über 1000 Menschen um den Verbleib des AZ Köln zu fordern. Mit der Samba-Band an der Spitze, einem FrauenLesbenTransgenderIntersex-Block (FLTI*) hinterm Fronttransparent, einem Lauti in der Mitte, mit rosa AZ-bleibt-Herzen beschildert, unter einem schwebenden Teppich aus roten und schwarzen Luftballons, zog die Demo lautstark durch Kalk in Richtung Innenstadt. (mehr…)

Die spontane Kraft des Aufstands…

„In unserer Szene besteht ein kollektives Einvernehmen, dass wir da mit Reden nicht weiterkommen…die mit denen wir versuchen zu reden, haben nämlich keine Lust mit uns zu reden…und ob einem das gefällt oder nicht, fängt an diesem Punkt die Aufrüstung an…“

Es reicht! Kein Tag ohne, Autonomes Zentrum!

One struggle one fight!

Demonstration |06.07.2013 | 16 Uhr | Köln-Kalk | Kapellenstraße/Ecke Kantstraße

Vor 3 Jahren besetzt, verteidigt, legalisiert und jetzt gekündigt, ab 1. Juli wieder besetzt!

Am 30. Juni lief die 3 monatige Kündigungsfrist des Nutzungsvertrags für das Autonome Zentrum in Köln-Kalk endgültig aus. Dieser Nutzungsvertrag wurde im Zuge eines 5 Tage andauernden Räumungsversuchs im März 2011 durch massiven Widerstand vor Ort und einer bundesweiten und europaweiten Solidaritätswelle erkämpft. Durch den Verkauf der Köln/Bonner Sparkassen Immobilienverwaltung an die Stadt Köln änderte sich die Zuständigkeit für das Gebäude.
Kaum ein Jahr später entscheiden die Politiker_innen einstimmig im Hauptausschuß, dass es keine Zukunft für das Projekt geben könne. Statt dessen solle ein Grünstreifen und Platz für eine Schulerweiterung gemacht werden. Bei genauerer Betrachtung der Bebauungspläne wird jedoch schnell klar, dass alle Vorhaben problemlos nebeneinander Platz hätten. Diese Scheinargumente werden vielmehr konstruiert, um einen angeblichen Interessenkonflikt herbeizuführen und eine schleichende Räumung vorzubereiten. Doch das werden wir nicht hin nehmen!
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Ein Angriff auf das AZ, ist ein Angriff auf uns alle!


Das Bestehen des Autonomen Zentrums Köln (AZ) in der Wiersbergstraße 44 ist seit dem 13. März 2013 stark gefährdet. Die Sparkasse KölnBonn kündigte den Nutzungsvertrag mit dem AZ zum 30. Juni 2013. Dieser Schritt vollzog sich ohne Verhandlungen und Gespräche über eine Perspektive des selbstverwalteten und unkommerziellen Projekts in Köln-Kalk.

Ab dem 1.7. ist die Stadt Köln neue Besitzerin des Gebäudes. Inwiefern die Stadt Köln Interesse an der Weiterführung des AZs hat, ist mehr als ungewiss. Die etablierten Parteien machten in den drei Bestandsjahren mehr als oft deutlich, dass sie kein Interesse an einem Raum haben, in dem Menschen, unabhängig ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, politische und kulturelle Veranstaltungen besuchen können. Sie haben kein Interesse daran, dass Menschen, unabhängig ihres Einkommens und Vermögens konkrete Hilfe bekommen und Solidarität erfahren können. Und sie haben ebenfalls kein Interesse daran, dass junge und alte Menschen, fernab von Verwertungsinteressen, ihr Leben selbstbestimmen können und gemeinsam an einem Projekt arbeiten können, das, in Zeiten von sich verschärfenden sozialen Einschnitten in das Leben vieler Menschen, eine Alternative bieten kann.
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