Archiv für Oktober 2013

Gentrifizierung stoppen! Wohnraum vergesellschaften!

Unter dem Motto „Eure Gala: Armut, Elend, Ausgrenzung“ zog der Protestzug durch die hoch gentrifizierte Kölner Südstadt und sammelte sich unmittelbar am Eingangsbereich des Events. Dieser wurde mit Transparente gegen Mieterhöhung und Schilder mit sämtlichen Parolen gegen diekapitalistische Stadtaufwertung verziert. Neben der Verlesung inhaltlicher Redebeiträgen wurden auch verbale Auseinandersetzungen und kontroverseDiskussionen mit den Galateilnehmer_innen geführt.

Die Initiative „Recht auf Stadt“ kritisiert in seinem Aufruf Aufruf dieWidersprüchlichkeit der vermeintlichen Hilfsaktion. Die Gala vom Verein „Kunst hilft Geben“ inszeniert sich einerseits als große Spendenaktion für Kölner Obdachlose, gleichzeitig besteht die Teilnehmer_innen- undUnterstützer_innenliste aus Unternehmen und Institutionen, die profitorientierte Stadtaufwertung, Vertreibung von Armen und Prekarisierten sowie jene Obdachlosigkeit im Rahmen des Sozialabbaus voranpeitscht. (mehr…)

23. November: „NS Ver­herr­li­chung stop­pen! Nazis in Re­ma­gen ent­ge­gen­tre­ten!

Ob Dres­den, Bad Nenn­dorf oder auch die Auf­mär­sche für den Hit­ler-​Stell­ver­tre­ter Ru­dolf Heß in Wun­sie­del An­fang der 2000er Jahre: so­ge­nann­te Ge­denk-​ oder Trau­er­auf­mär­sche stel­len mitt­ler­wei­le einen fes­ten und wich­ti­gen Be­stand­teil neo­na­zis­ti­scher Er­leb­nis­kul­tur dar. Auch in Rhein­land-​Pfalz gibt es seit Jah­ren Be­mü­hun­gen, einen sol­chen Auf­marsch in Re­ma­gen, einer Klein­stadt zwi­schen Ko­blenz und Bonn als Sze­ne-​Event zu eta­blie­ren. Wir, das Bünd­nis NS Ver­herr­li­chung stop­pen!, wol­len uns mit den lo­ka­len und ge­samt­deut­schen Op­fer­my­then kri­tisch aus­ein­an­der­set­zen. Vor allem aber wer­den wir dem Na­zi­auf­marsch in Re­ma­gen ent­schlos­sen ent­ge­gen­tre­ten. (mehr…)

Eure Gala: Armut. Elend. Ausgrenzung.


Mit viel geheuchelten Mitgefühl wollen sich am Freitag den 25. Oktober 2013 die “Reichen und Schönen” Kölns als Retter_innen von Wohnungslosen darstellen. Bei einer Kunst-Versteigerung samt großer Gala sollen die Geldbeutel der Almosenwirtschaft gefüllt werden. Wenn man sich die Liste und Ziele der Veranstaltung anschaut scheint es besonders perfide, dass gerade die Organisatoren und Profiteure einer Politik, die Wohnen für immer mehr Menschen zu einem kaum noch bezahlbaren Luxus macht, jetzt eine Gala veranstalten, um ein paar Euro für einige ihrer ausgewählten “Opfer” zusammenzukratzen.

Sie wollen sich als Wohltäter_innen feiern – dabei sind sie es, die Ausbeutung und Vertreibung produzieren. Darum kämpfen wir für das Recht auf Stadt – für alle!

Kommt deshalb zur Kundgebung gegen die Wohlfühl-Gala von “kunst hilft geben”
Freitag 25.10.2013 | Treffpunkt: 18:00 Uhr | Chlodwigplatz, Köln

Aufruf
Der Winter kommt, und immer weniger Menschen finden eine Bleibe. Während die Einen auf der Straße frieren und manche sogar erfrieren werden, beschweren sich die Anderen über ganz eigene Probleme: Im neuen Luxus-Loft gibt es noch immer eine kahle Wand. Um diesem “Missstand” abzuhelfen, hat sich ein Kreis von Kulturfreund_innen zusammengefunden, der „Kunst hilft geben e.V.“: mit dabei illustre Gestalten wie Baronin von Oppenheim (Kunstmäzenin und ehemalige Bewohnerin einer Villa in Marienburg), Dr. Konrad Adenauer (Haus-und Grundbesitzerverein Köln), Dr. Ulrich Soenius (Industrie und Handelskammer Köln). (mehr…)

„Pro Köln“-Veranstaltung verhindert!

Am Sonntag den 13.10.2013 wollte die rechtspopulistische Partei „Pro Köln“ eine Mitgliederversammlung in Köln-Merheim abhalten. Eingeladen wurde für 15 Uhr in das „Brauhaus Goldener Pflug“. Das Brauhaus gehört zur Kölner Privatbrauerei Gaffel und befindet sich in der Olpener Straße 421. Die Mitgliederversammlung von „Pro Köln“ war als wichtige Veranstaltung deklariert worden, da es darum ginge, sich für die Kommunalwahl 2014 aufzustellen und ein Zeichen von der „Keimzelle der Pro Bewegung“ nach ganz Deutschland auszusenden. Im Mittelpunkt sollte die Nominierung der KandidatInnen für die Kölner Wahlkreise stehen.

Nicht gerechnet hatte „Pro Köln“ mit entschlossenen AntifaschistInnen, die der Veranstaltung, noch bevor sie beginnen konnte, ein Ende bereiten konnten. Die Veranstaltung musste abgesagt werden. Dies stellt ein großer Erfolg und gleichzeitig ein Auftakt dar, die Kommunalwahl 2014 für die RassistInnen von „Pro Köln“ zum Desaster werden zu lassen.

Weitere Infos in Kürze…

Antifa Info Kneipe Oktober

Thema am 17. Oktober:
Antifa heißt (auch) Feminismus.

Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken
Teile des Herausgeber*innenkollektivs lesen aus dem Buch “Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken”
mehr Infos zur Antifa Info Kneipe…

Feministische Antifa oder Frauen-Antifa Gruppen entstanden in den frühen 1990er Jahren, meist als Reaktion auf einen fortgesetzten Sexismus in männlich dominierten Antifa-Zusammenhängen. Heute gibt es nur noch wenige solcher Fantifa-Gruppen und auch in der antifaschistischen “Geschichtsschreibung” spielen sie kaum eine Rolle. (mehr…)

Vormerken: Konzerte im November

09. November 2013
KONZERT: BEJARANO & MICROPHONE MAFIA

Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters aus dem Konzentrationslager Auschwitz. Sie singt antifaschistische und jüdische Lieder. Die Rapper Kutlu Yurtseven, Signore Rossi und DJ Önder aus Köln („Microphone Mafia“) haben die Musik der Bejaranos gesampelt und 2009 gemeinsam mit ihnen die CD “Per la Vita” veröffentlicht.
2013 ist jetzt ihr neues gemeinsames Album „la vita continua“ erschienen, welches sie uns an diesem Abend präsentieren. Das Konzert findet im Rahmen der Veranstaltungen zum 9. November – Gedenken an die Reichspogromnacht – statt, und wird von der Antifaschistischen Aktion LEVerkusen – AALEV in Zusammenarbeit mit dem KULTURAUSBESSERUNGSWERK und AKKU – Antifaschistische Koordination Köln & Umland veranstaltet.

Kulturausbesserungswerk Leverkusen
Einlass: 19h, Beginn: 20h | Eintritt: 10/5€
Hörprobe

22. November
KONZERT: TICKTICKBOOM

Zeckenrap boomt! – auch in Leverkusen!
TickTickBoom ist ein Zusammenschluss aus Sänger*innen, DJ*anes, Beatproduzent*innen, Veranstalter*innen, Grafiker*innen und Rapper*innen, die linken Hip Hop machen und feiern und dabei keinen Bock haben auf das mackerige Gepose eines großen Teils der HipHop-Szene, wo Homophobie, sexistische Sprache und das reaktionäre Menschenbild zum Alltag gehören.
Sie fühlen sich in der linken Subkultur zu Hause, mit dem queeren und antifaschistischen Spektrum verbunden und wollen mit eigenen Akzenten zum Soundtrack der Szene beitragen. Mit dabei sind:
*Kurzer Prozess * Radical Hype * Refpolk *Kobito * Sookee * Neonschwarz: Captain Gips, Marie Curry & Johnny Mauser * Pyro One & LeijiONE * DJ Boogie Dan * DJ Kai Kani * Spion Y
Veranstalter_in: AALEV – Antifaschistische Aktion LEVerkusen in Kooperation mit AKKU – Antifa Koordination Köln & Umland

Kulturausbesserungswerk Leverkusen
Einlass: 20h, Beginn: 21h | Eintritt: AK: 10€, VVK: 8€
Hör- und Sehprobe