Archiv für Januar 2014

Kein Veedel für Rassismus!

Die Antifaschistische Koordination Köln und Umland ist Teil der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus! Für Köln – Gemeinsam gegen Rechts!“
Auf der Kampagnenhomepage findet ihr noch weitere Infos zu kommenden Aktionen rund um die Kommunal- und Europawahl im Mai 2014.

Wir sind antifaschistisch engagierte Menschen, die sich zusammengefunden haben um
„Pro Köln“ und andere RassistInnen zu bekämpfen. Im Mai 2014 stehen in Köln wieder Kommunalwahlen an. Zugleich finden die Wahlen zum europäischen Parlament statt.

Erneut werden dann extrem rechte Parteien wie die selbsternannte „Bürgerbewegung Pro Köln“ versuchen, mit rassistischen Parolen Stimmen zu gewinnen. Dies geschah bisher nach dem immer gleichen Prinzip, für Unzufriedenheit und Ängste Sündenböcke zu präsentieren und den „Volkszorn“ auf diese anzufachen. So hetzte „Pro Köln“ etwa immer wieder gegen den Moscheebau in Köln-Ehrenfeld und versucht momentan verstärkt, Ressentiments gegen Flüchtlinge, vor allem gegen Roma, zu schüren. (mehr…)

Aktionskonsens „Zwangsräumung verhindern“

Wohnen für alle
Zwangsräumung verhindern! Tahliye Önleyin!

Das geht uns alle an: Derzeit steigen die Mieten in Köln ins Unermessliche, so dass bezahlbarer Wohnraum in Stadtnähe kaum noch zu finden ist. Zusätzlich sanieren immer mehr Hausbesitzer Wohnraum und heben in der Folge die Miete drastisch an oder verkaufen den Wohnraum als Eigentum. Wohnraum, aus dem die alten Mieter_innen bald aufgrund von „Eigenbedarf“ ausziehen müssen.
Die Folge: Immer mehr Menschen können die Miete nicht mehr bezahlen oder sollen ausziehen ohne die Möglichkeit, eine entsprechende Wohnung in ihrem sozialen Umfeld finden zu können. Durch diesen steigenden Druck auf den Immobilienmarkt kommt es vermehrt zu Zwangsräumungen. Wie im Fall von Kalle Gerigk.
Kalle wohnt seit dreißig Jahren in seiner Wohnung im mittlerweile sehr begehrten Agnesviertel. Hier kennt er seine Nachbarn, hat Freunde, ein vertrautes Umfeld. Kalles Vermieter klagte auf Eigenbedarf und gewann, obwohl er in die Wohnung gar nicht selber einziehen wird, sondern sie sanieren und weiterverkaufen will. Die Folge: Zwangsräumung!

Zwangsräumungen sind die gewalttätigste Form der Verdrängung. Die Politik unterstützt Vermieter_innen, in dem sie rasant steigende Mieten duldet und Eigentumsbelangen Vorrang vor der sozialen Lage der Mieter_innen gibt. Es ist an der Zeit, dies nicht länger unwidersprochen zuzulassen.

Was können wir gemeinsam tun?

Indem wir auf Kalles Situation aufmerksam machen, können wir Druck erzeugen. Druck auf die Politik, die den unmenschlichen Wohnungsmarkt unterstützt. Druck auf den Vermieter. Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein!

Kann die Zwangsräumung trotzdem nicht abgewendet werden, wird der Zugang zur Wohnung blockiert. In Berlin wurde es bereits vorgemacht. Kurzfristig kamen hunderte von Leuten zu früher Uhrzeit für Blockaden zusammen.
Wir werden zur Zwangsräumung mobilisieren, um diese durch unseren Einsatz zu verhindern. Dabei wird von uns keine Eskalation ausgehen, wir werden uns aber gegen die Räumung durch die Polizei zur Wehr setzen. Wir zeigen uns mit allen Aktionen des Protestes solidarisch. Selbstverständlich wollen wir keine Nachbarn blockieren und werden Rücksicht auf die Bewohner_innen des Wohnhauses nehmen, in dem auch Kinder leben. Wir setzen aber Verständnis für Unannehmlichkeiten wie Lärm und Gehweg-Blockade voraus. Denn wir werden laut und kraftvoll darauf aufmerksam machen, dass immer mehr Menschen – nicht nur Kalle – durch Zwangsräumung das Recht auf Wohnen entzogen wird. Alle sind herzlich eingeladen, sich an den Protesten zu beteiligen. Wer unsicher ist, ob er oder sie an der Blockade teilnehmen möchte, kann Solidarität auch mit dem Ausschenken von Kaffee zeigen.
Kommt vorbei! Mischt euch ein!

Damit keine Zwangsräumung mehr still und leise durchgeführt werden kann, tragen wir unseren Prostest am 20. Februar auf die Straße. An diesem Tag soll die Zwangsräumung um 8 Uhr vollzogen werden. Achtet auf aktuelle Ankündigungen auf zwangs­rae­u­mung-​ver­hin­dern.​de und tragt euch verschlüsselt in den SMS-Verteiler ein.

Vorbereitungstreffen am 27. Jan 2014 um 19 Uhr

Alte Feuerwache Köln | Melchiorstr. 3 | “Offener Treff” (neben dem Infobüro)

Aktionskonsens zum Verteilen

Kalle ist mutig. Auf ihn werden deshalb große Kosten zukommen. Auch dafür braucht er unsere Unterstützung. Lassen wir ihn nicht allein. Spendet Geld!

Prekarius e.V.
Kto: 190050434
BLZ: 37050198 Sparkasse KölnBonn
Stichwort: „Alle für Kalle“

Zwangsräumung verhindern – eine antikapitalistische Praxis


Wohnen für alle!
Gegen Verdrängung und rassistische und soziale Ausgrenzung.

Kurzmeldungen und Ankündigungen

Antifa Info Kneipe
Auch diesen Donnerstag ist wieder Antifa-Kneipe in der LC 36 in Köln!
Um 19Uhr gibts leckeres, veganes Essen und um 20Uhr beginnt der Vortrag.

Thema: Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland (NRW).

Es kommen vermehrt Geflüchtete nach Deutschland – auch wenn es im im Verhältnis zu anderen Ländern eine sehr geringe Zahl ist. Der Umgang der „Bevölkerung“ ist sehr unterschiedlich. Während an einem Wochenende über 20000 Menschen für ein Bleiberecht der Lampedusa Flüchtlinge demonstrieren marschieren in Schneeberg fast 2000 Personen, angeführt von der NPD gegen ein neues Übergangswohnheim. Während in Köln Kalk Menschen und Initiativen aus dem Viertel die Geflüchteten Willkommen heißen, formiert sich in Spürte rassistischer Protest…
Doch wie intervenieren? Welche antirassistischen und antifaschistischen Aktionen machen es möglich, die Stimmung in einem Viertel zu ändern und Rechtspopulist_innen und Rassist_innen ins Leere laufen zu lassen?
Antifa Essen Z wird hierzu aus ihren Erfahrungen mit rassistischen Kampagnen im Ruhrgebiet erzählen. Anschließend erfahren wir von der Gruppe „Kein Mensch ist Illegal“ aus Köln mehr zur aktuellen Situation in Köln.
Also kommt vorbei und ladet eure alle eure Freund_innen ein!
Alerta!

Madgeburg 2014
In der Kneipe (s.o.) könnt ihr Karten für den Bus nach Magdeburg (18. Januar) erwerben.
Fahrt­kos­ten: € 25,00 pro Karte
mehr Infos zu Magdeburg…

Alle für Kalle! Zwangsräumung verhindern!
AnwohnerInnen solidarisieren sich…
Tragt euch verschlüsselt in die SMS-Warnliste ein…
Ein Räumungsversuch noch im Januar ist wahrscheinlich! Weitere Infos unter zwangsraeumung-verhindern.de

Andrej Holm: Recht auf Stadt

Aktionswochenende in Köln

Wohnraum für Alle – Aktionswochenende in Köln
17. bis 19. Januar 2014! – Beteiligt euch!

Veranstalter: Soziale Kampfbaustelle 2.0, Die KEAs, AKKU, Antifa AK Köln, SSK Salierring, Kölner Netzwerk Kein Mensch ist illegal

Das Wochenende beginnt mit einer kurzen Veranstaltung und anschließender Überraschung! Sag euren FreundInnen bescheid und kommt nach Köln. Es lohnt sich…
Am Samstag heißt es dann „Nehmen wir uns die Stadt“! Seid kreativ und überlegt euch eigene Aktionen…