Archiv für Dezember 2014

Jahresrückblick 2014 – Der Kampf geht weiter!

Der etwas andere Jahresrückblick. Hier findet ihr einige Streifzüge unserer Politik im Jahr 2014:

Wir haben uns gemeinsam mit vielen Leuten gegen Zwangsräumungen gewehrt – Alle für Kalle! Verhindern konnten wir nicht, dass Kalle rausgeworfen wurde. Aber am 22.12. hat Kalle seine Rückkehr ins Agnesviertel gefeiert.
Video 1
Video 2
Willkommen zurück!
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Auf nach München. Und weiter.


Positionspapier der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland (AKKU)

Am 20. Januar 2015 werden die ersten Betroffenen des Kölner Nagelbombenanschlags im NSU-Prozess am Münchener Oberlandesgericht befragt. Manche treten als Zeug*innen, andere als Nebenkläger*innen – oder beides – im Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte aus dem Untersützer*innen-Netzwerk des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) auf.
Nachdem am 9. Juni 2004 in der Kölner Keupstraße eine vom NSU deponierte Nagelbombe explodierte und 22 Menschen teils schwer verletzte, konzentrierten sich die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden ausschließlich auf die Opfer und deren Angehörige. Jahrelang waren sie Verdächtigungen und rassistischen Zuschreibungen ausgesetzt, gleichzeitig blieb eine solidarische Unterstützung seitens der Kölner Öffentlichkeit aus. Die Betroffenen machten eine doppelte Gewalterfahrung; indem sie erst von dem Anschlag selbst, dann von der Nicht-Unterstützung und dem institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus getroffen wurden.
Wir werden zusammen mit der Initiative „Keupstraße ist überall“ die Betroffenen solidarisch nach München begleiten. Gemeinsam stellen wir die Forderungen nach schonungsloser Aufklärung und werden unseren Protest gegen die jahrelange Diskriminierung auf die Straße tragen. Warum wir es aus antifaschistischer Perspektive wichtig finden, gemeinsam nach München zu fahren, haben wir in diesem Aufruf formuliert. (mehr…)

Pegida? Läuft nicht in Köln!

Seit Wochen demonstrieren in Dresden tausende rassistische Bürger*innen gemeinsam mit extrem rechten Hooligans und Neonazis unter dem Namen Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Nun versucht Pegida auch in NRW Fuß zu fassen. Erste Demonstrationen fanden in Düsseldorf und zuletzt in Bonn statt, wo es mehreren tausend Menschen gelang, den Aufmarsch von ca. 300 Rassist*innen durch Blockaden zu verhindern.

Für Montag, den 05.01.2015, hat nun der Kölner Pegida-Ableger „Ködiga“ einen Aufmarsch in Köln angekündigt. Treffpunkt der Rassist*innen, rechten Hools und Neonazis ist um 18:30 Uhr am Ottoplatz in Köln-Deutz. Organisiert wird das Ganze von bekannten Funktionär*innen extrem rechter Gruppierungen wie PRO NRW.
Es ist nicht einmal drei Monate her, dass mehrere tausend rechte Hooligans und Neonazis in Köln randalierten. Wir werden nicht zulassen, dass im Januar wieder ein rassistischer Mob durch Kölns Straßen zieht! Die erfolgreiche Verhinderung des sogenannten Antiislamisierungskongresses im Jahr 2008 und der PEGIDA/BOGIDA Demo in Bonn haben zeigen, wie es geht. Durch entschlossene und vielfältige Blockaden können wir Pegida/Kögida stoppen!

Achtet auf Ankündigungen und: teilen/liken/weitersagen!

Köln gegen rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

18. Januar 2015: Kundgebung zum 14. Jahrestag des neonazistischen Anschlags in der Probsteigasse

Am 21. Dezember 2000 betrat einer der Täter des NSU ein kleines Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse. Er führte einen Weihnachtsgeschenkkorb mit sich und ließ diesen im Laden zurück, um angeblich Geld für den Einkauf im Laden zu holen. In dem Geschenkkorb befand sich eine Christstollendose, die einen Sprengsatz enthielt. Der Ladenbesitzer stellte den Korb zur Aufbewahrung in das Hinterzimmer des Ladens. Hier detonierte der Sprengsatz am 19. Januar 2001, als die damals 19 jährige Tochter des Ladenbesitzers die Dose öffnete. Sie erlitt schwerste Verbrennungen am Oberkörper und im Gesicht.
Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen herbeifantasierten Racheakt aus dem Rotlichtmilieu. Die Familie hat einen deutsch-iranischen Hintergrund, jedoch wurde ein rassistisch motivierter Anschlag von der Kölner Polizei sofort und grundlos ausgeschlossen. Stattdessen wurde auf Streitigkeiten mit einem Bauunternehmer mit türkischem Migrationshintergrund verwiesen. Noch am Tattag nahm die Kölner Polizei mit dem Verfassungsschutz (VS) Kontakt auf, wie später bei der Aufarbeitung deutlich wurde. Die Verfassungsschutzbehörden ermittelten jedoch einseitig und sammelten Informationen über die Opfer. Hier ging es nicht um einen möglichen Abgleich mit anderen rassistischen Anschlägen – die Betroffenen standen unter Verdacht. Und das, obwohl einige Anhaltspunkte auf einen Anschlag von Neonazis hinwiesen.
Heute, 14 Jahre später, wird der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) für die Tat verantwortlich gemacht. Bis heute ist ungeklärt, wie der NSU auf das völlig unscheinbare Geschäft und dessen Inhaber aufmerksam wurde, ob es lokale Helfer gab und wer den Geschenkkorb in dem Laden abgestellt hatte. Daran, dass es sich um Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt gehandelt hat, bestehen ernsthafte Zweifel. Beschreibungen des Täters von Mitgliedern der Familie passen nicht zu den beiden. (mehr…)

Von Köln nach München! NSU-Opfer unterstützen!

Busse aus Köln

Wir stellen aus Köln drei Busse mit je 50 Plätzen. Diese werden am 19.01.2015 nach München fahren.
Für alle gilt: Treffpunkt: 22.30h, Schanzenstraße, Köln-Mülheim und erwartete Ankunft in München am Tag X ist 7h morgens. Die Fahrtzeit beträgt jeweils ca. 8 Stunden.
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Ein Blog zum Erinnern und Handeln!

Probsteigasse.noblogs.org ist ein Blog, der sich mit dem ersten Kölner Anschlagsort des rechtsterroristischen Netzwerkes “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) in der Probsteigasse auseinandersetzt. Wir werden über Hintergründe informieren, das Totalversagen des Staates und die mögliche Verstrickung des Staates in die Taten des NSU thematisieren und aktuelle Entwicklungen darstellen.

Erinnern heißt Handeln!

Banner:

Der Tag X steht fest: 20. Januar 2015!

Jetzt ist es amtlich: das OLG München wird ab dem 12. Januar 2015 den Komplex ‘Nagelbombenanschlag auf die Keupstraße’ behandeln. Ab dem 20. Januar 2015 werden die Betroffenen befragt. Daher steht der lange als Tag X bezeichnete Termin nun fest: Wir kommen nach München am Dienstag, den 20. Januar 2015 (mehr…)

Gemeinsam nach Bonn!

Am kommenden Montag den 15.12.14 wollen sich Rechtspopulisten und Neonazis in der Bonner Innenstadt zu einem Aufmarsch versammeln. Dies gilt es zu verhindern. Unserere Freundinnen und Freunde von der Antifa Bonn/Rhein-Sieg rufen zu Gegenaktivitäten ab 17:30 Uhr auf.

Zugtreffpunkt für eine gemeinsame Anreise aus Köln nach Bonn: 17:20 Uhr Köln HBF, Haupteingang