Archiv für April 2015

1.Mai: Kölner Hauptbahnhof bleibt Nazifrei!

Für den ersten Mai mobilisieren Dortmunder Neonazis zu einer Großdemonstration, die an einem bisher geheim gehaltenen Ort im Ruhrgebiet stattfinden soll. Bisher haben die Neonazis zwei zentrale Sammelpunkte veröffentlicht, von denen die gemeinsame Anreise zur Nazi-Demonstration erfolgen soll. Als ein Sammelpunkt wird Dortmund angegeben. Der andere Sammelpunkt befindet sich am Kölner Hauptbahnhof (16 Uhr Hintereingang). Es ist damit zu rechnen, dass dutzende Neonazis aus dem gesamten Rheinland und dem Süden Deutschlands sich dort sammeln, um gemeinsam mit dem Zug zur Neonazidemonstration zu fahren.

Es ist nicht das erste Mal, dass alte und neue Nazis versuchen den ersten Mai – den klassischen Feiertag der ArbeiterInnenbewegung – mit ihren Themen zu besetzen. Erinnert sei hier nur an ihren gewalttätigen Angriff auf die 1. Mai Demonstration des DGB 2009 in Dortmund. Unter dem Label eines völkischen antikapitalistischen Protests wollen die Neonazis auch dieses Jahr wieder ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen. Wir werden nicht dulden, dass Neonazis – wie schon bei den Kögida Aufmärschen – ungestört in und um den Kölner Bahnhof MigrantInnen anpöbeln und versuchen AntifaschistInnen anzugreifen. Zusammen werden wir am 1.5. im Kölner Hauptbahnhof und am Breslauer Platz Präsenz zeigen und gegen den braunen Auflauf protestieren!

Treffpunkt zum Gegenprotest ist um 15:00 Uhr am Heumarkt.

Antifaschistischer Themenabend im neuen AZ

„Der 8. Mai in der deutschen Erinnerungskultur:
Zwischen antifaschistischem Gedenken, Staatsraison und extrem rechter Vereinnahmung“

5. Mai, Beginn: 19:30 Uhr, AZ auf der Luxemburgerstraße

Referent: Michael Sturm (Münster), Historiker

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Das Datum hat seither in der bundesdeutschen Erinnerungskultur sehr unterschiedliche Deutungen erfahren. Während der 8. Mai in der Mehrheitsgesellschaft über Jahrzehnte hinweg als Tag der „Niederlage“, des „Untergangs“ oder des „Zusammenbruchs“ weitgehend unbeachtet blieb, waren es vor allem die überlebenden Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, die den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ feierten. Diese Deutung hat sich mittlerweile die „Berliner Republik“ zu Eigen gemacht. Das Datum wird mit großen offiziellen Feierlichkeiten begangen. Die extreme Rechte wiederum diskreditiert den 8. Mai als „Tag der Schande“ und polemisiert gegen einen angeblich vorherrschenden „Schuldkult“. Doch wie soll sich eine kritische, antifaschistische Erinnerungskultur zu den unterschiedlichen Deutungsmustern und Vereinnahmungsversuchen positionieren, ohne dabei selbst das Datum in unangemessener Weise zu instrumentalisieren?

Der Vortrag skizziert die historischen wie aktuellen Deutungskämpfe um den 8. Mai und fragt nach den künftigen Perspektiven der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen.

Wir freuen uns sehr auf euer Kommen.

Antifaschistische Koordination Köln und Umland (AKKU)

Hier gibt’s was auf die Ohren…

Wir unterstützten das Konzert am Freitag, den 15. Mai um 18:00 mit What We Feel, Schmutzstaffel und The Forgotten Youth im Autonomen Zentrum!

Mehr Infos hier:The 11th hour shows

What We Feel: https://www.facebook.com/wwfhc?fref=ts
Schmutzstaffel: https://www.facebook.com/schmutzstaffel?fref=ts
The Forgotten Youth: https://www.facebook.com/TheForgottenYouth?fref=ts

Im Zuge der aktuellen Diskussion aufgrund eines Indymedia-Beitrags über What We Feel möchten wir im Vorfeld folgendes klarstellen: Wir haben uns mit den Anschuldigungen und der Erklärung der Band auseinandergesetzt und war für uns durchaus eine Option das Konzert abzusagen!
Vor allem aber das Statement der Band veranlasste uns dazu,uns für die Organisation des Konzerts auszusprechen. Viele Vorwürfe konnten durch die Stellungnahme entkräftigt werden, ein paar Fragen sind auch für uns noch offen. In der Köpi fand bereits eine Diskussionsrunde mit der Band statt. Auch im Rahmen unseres Konzertes wird Raum dafür sein, der Band Fragen zu stellen und mit ihnen in Diskussion zu treten. WWF wird eine Doku über die Antifa-Bewegung in Russland zeigen und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Dies halten wir für einen sinnvollen Rahmen, miteinander in Austausch zu treten, um ein weiteres Hin- und Her von Statements und Anschuldigungen zu verhindern.
Dass wir uns für die Band entschieden haben, soll nicht heißen, dass wir voll und ganz hinter jeglichen Standpunkten der Band stehen. Vielmehr ist es uns wichtig, verschiedene Standpunkt in ein AZ einfließen zu lassen, darüber zu diskutieren und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Ein Austausch über russische und deutsche antifaschistische Zusammenhänge kann eine Bereicherung für beide Seiten sein!

Gemeinsam nach Düsseldorf

Seit Dezember letzten Jahres ärgern uns bundesweit die Aufmärsche der Pegida-Bewegung und ihre Ableger. In Köln konnte dem durch massenhaften Protest schnell ein Ende gesetzt werden.

In Düsseldorf jedoch geht der Spuk weiter. Anfangs noch offiziell von Pegida NRW, kurze Zeit später von der extrem rechten Aktivistin Melanie Dittmer
übernommen, wird eine ganze Stadt von 50-200 Nazis und mehreren Hundertschaften der Polizei lahmgelegt. Regelmäßige Besucher dieses „Spaziergangs“ sind Mitglieder von Pro NRW, NPD, Die Rechte, Die Identitären, HoGeSa und einige sog. Bürger der rechten Mitte. Angemeldet sind die Demonstrationen bis Ende 2015.

Jeden Montag gehen mehrere hundert AntifaschistInnen dagegen auf die Strasse. Wir werden am 13.4. wieder in den Zug nach Düsseldorf steigen, um unsere Freund*innen in Ddorf beim Widerstand gegen Dügida zu untersützen.

Montag, 13. April
16:30 Köln Bahnhofsvorplatz