Archiv der Kategorie 'Allgemein'

#18M – EZB-Eröffnung


Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier feierlich eröffnen. Es gibt nichts zu feiern an Sparpolitik und Verarmung! Tausende von wütenden Menschen und entschlossenen Aktivist_innen aus ganz Europa werden daher die Straßen rund um den Eurotower blockieren und dieses Event der Macht und des Kapitals unterbrechen. Wir werden ihre Party übernehmen und sie in einen Ausdruck des transnationalen Widerstands verwandeln!

Kompletter Aufruf

Aktuelles:
Das Blockupy-Bündnis wertet die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, die Eröffnung ihres neuen Standortes am 18. März nur noch in kleinem Rahmen zu feiern, als Erfolg. “Die Abwahl der Troika in Griechenland, die Hoffnung auf einen Politikwechsel in Spanien, die angekündigten Blockupy-Proteste in Frankfurt – all dies macht offensichtlich, dass das Krisenregime der Troika unter massiven Druck gerät”, sagte Aaron Bruckmiller vom Blockupy-Bündnis. “Dass die EZB nun die Gästeliste ihrer Eröffnungsfeier zusammenstreicht, ist Ergebnis des europaweiten Widerstandes gegen ihre Kürzungspolitik und ein erster Erfolg der von uns angekündigten Blockaden für den 18. März.” (mehr…)

Rassismus wegbassen!

Nächsten Mittwoch wollen die Kögida-Nazis wieder in Köln aufmarschieren, für nächste Woche haben sich bereits jetzt schon deutlich mehr Rassist*innen angekündigt. Rassist*innen und Nazis fühlen sich in Köln ganz offensichtlich wohl. Ungestraft kann mensch hier den Hitlergruss zeigen, Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen angreifen und in Polizeibegleitung vermummt herumlaufen. Die Taktik der Polizeiführung und des Polizeipräsidenten Albers: Lassen wir die Nazis mal machen…

Aber ohne uns!

Die Entwicklungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass antifaschister Protest mehr denn je notwendig bleibt. Die rassistischen Parolen von Kögida dürfen nicht zum Normalzustand werden. Um jedoch nicht immer wieder nur an Polizeiabsperrungen herumzustehen, wollen wir dieses Mal zusätzlich zu vielfältigen Aktionen unseren Protest lautstark und stimmungsvoll gestalten. Wir werden eine antifaschistische Street-Party veranstalten. Die ersten Soundsystems sind schon angefragt. Also heißt es am 28.1.2015: Rassismus wegbassen! Love music – hate racism!

Jetzt seid ihr alle gefragt. Gestaltet den Protest mit: Bringt Soundsysteme, Lautsprecher und Musikinstrumente mit. Wir werden den Nazis und Rassist*innen lautstark zeigen, was wir von ihnen halten!
Am 28.1.15 gibt’s für die Nazis was auf die Ohren!!!!
*PS: Über zusätzliche Protestaktionen an dem Tag werden wir kurzfristig informieren.

Zwecks Koordinierung der Soundstysteme wäre es toll, wenn ihr euch per Mail gegenrechts@riseup.net mit uns in Verbindung setzt, solltet ihr eins am Start haben.
28.1.15 // 17.30 h // Kreuzblume/Trankgasse

Offensives Gedenken in der Probsteigasse!

Am gestrigen Sonntagabend erinnerten 200 Menschen an den rechtsterroristischen Anschlag in der Kölner Probsteigasse, der sich zum 14. Mal jährte. Mit Videobeiträgen, Interviews, einer Lesung und Reden wurden die Geschehnisse am 19. Januar 2001 dargestellt, die Folgen thematisiert und die Arbeit der Ermittlungbehören kritisiert. Bis heute ist der Anschlag unaufgearbeitet, der Täter unklar und Konsequenzen für die beteiligten Behörden sind nicht erfolgt. Eine ausführliche Nachbetrachtung und die Inhalte der Kundgebung findet ihr in den kommenden Tagen auf probsteigasse.noblogs.org.

Im Anschluss an die Kundgebung bestätigte sich das Gerücht, dass 30 bewaffnete Neonazis und Hooligans in unmittelbarer Nähe zur Gedenkveranstaltung von der Polizei eingekesselt worden sind. „Ob sie konkret auf dem Weg zu der Demo in der Probsteigasse waren, bleibt eine Vermutung“, sagte ein Polizeisprecher. (KSTA) Das Polizeisprecher einen direkten Zusammenhang nur „vermuten“, könnte, neben dem Versuch unsere Veranstaltung anzugreifen, als zweiter Skandal des Abends bezeichnet werden. Es ist uns nämlich nicht bekannt, dass das Gereonsviertel ein neuer überregionaler Hooligantreffpunkt ist. Weiterhin werden demnach rechte (versuchte) Gewalttaten verharmlost. Dies zeigte sich ebenfalls vergangenen Mittwoch, als Neonazis auf und nach der „Kögida“ Demonstration tun und lassen konnten, was sie wollten. Die Neonazis von gestern kamen vor allem aus dem Ruhrgebiet. Aber auch bekannte Kölner Neonazis waren unter ihnen. Personelle Kontinuitäten zur „Kögida“-Veranstaltung sind erkennbar. Neben Jan Fartas (gestern anwesend), zeigte sich auch Paul Breuer (hier in einem Video von Mittwoch zu sehen) auf der „Kögida“-Demonstration.

Neonazis und rechten Hooligans entgegentreten!
Für einen antifaschistischen Selbstschutz, Antifa geht nur ohne Staat!

Gemeinsam gegen Terror, gemeinsam gegen Rassismus!

Treffpunkt für den Protest gegen „Kögida“:
Mittwoch, 14.01.,17:30 Uhr
Trankgasse/ Ecke Kreuzblume, Köln
(gegenüber Dom-Hauptportal)

„Kögida“ wurde von der Polizei eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz (HBF) zugewiesen. Wie immer gilt: Wir sind da, wo die Rassist*innen sind und wollen sie blockieren. Kein rechter Aufmarsch in Köln!
Achtet auf aktuelle Ankündigungen unter twitter.com/forCologne
Hashtag: #nokoegida #laeuftnicht

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„Kögida“-Aufmarsch verhindert!

Über 10000 Menschen verhinderten am Montag den angekündigten Aufmarsch des extrem rechten „Pegida“-Ablgegers „Kögida“. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Kölner Initiativen gegen Rechts machten eine Demonstration unmöglich. Dabei kam es zu einigen Blockadeaktionen rund um die Deutzer Brücke. Die Kölner Polizeiführung, unter Führung des angezählten Polizeipräsidenten Albers, zeigt einmal wieder, dass sie rechte Aufmärsche gewaltsam durchzusetzen versucht. Jeder Blockadeversuch wurde brutal beendet. Hier wurden Demonstrant*innen über mehrere Meter über den Boden geschliffen, mit Faustschlägen, Schlagstöcken und Pfefferspray verletzt. Der Entschlossenheit der Antifaschistinnen und Antifaschisten rund um die Demoroute der Rassist*innen ist es zu verdanken, dass das Motto „Pegida läuft nicht in Köln“ durchgesetzt werden konnte. Der „Angriff mit Schlagstöcken und Flaschen“ auf Polizisten und die „Kögida“-Demonstrant*innen, der über die Polizeipresse und die lokalen Medien unüberprüft veröffentlicht wurde, hat so nicht stattgefunden. Gleichwohl gab es einen Blockadeversuch auf der Kreuzung vor der Jugendherberge.
Laut Organisator*innen der „Pegida-Ableger“ in NRW wird es erst einmal keinen Aufmarsch mehr in Köln und Bonn geben. Eine Entwarnung kann das aber nicht unbedingt darstellen. Es gilt weiterhin, dass ein starker Widerstand gegenüber Islamophopie und Rassismus allgemein nötig ist!

Hier die Einschätzung von „Kein Veedel für Rassismus“:

Mindestens 12.000 Menschen setzten gestern ein eindrucksvolles und entschlossenes Zeichen gegen KögIdA. Die große Menge der GegendemonstrantInnen und entschlossene Blockaden verhinderten, dass die rassistische Demonstration durch Köln laufen konnte. Das klägliche Häuflein der 300 “Kögida”-AnghängerInnen musste sich mit einer Kundgebung auf dem Ottoplatz zufrieden geben, umzingelt von GegendemonstrantInnen. Nachdem am Kundgebungsplatz von „Kein Veedel für Rassismus“ an der Siegesstraße die ca. 5000 DemonstrantInnen die Fußgängerbrücke und Teile der Wegstrecke blockiert hatten und sich gegenüber der geplanten Wegstrecke postierten, war schnell klar: Pegida – läuft nicht in Köln.
Weiterlesen auf keinveedelfuerrassismus.de

Termine, Termine, Termine…

Auf ein erfolgreiches antifaschistisches Jahr 2015!
Im Januar gibt es gleich ein paar wichtige Veranstaltungen und Aktionen…

1) Am Montag, den 5.1.2015, heißt es: „Kögida“ verhindern! Weitere Infos dazu auf gegenrechts.koeln

2) Wenige Tage später geht es in einer Mobilisierungsveranstaltung um die Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 17.01.15 in Magdeburg!
Es wird Infos zum aktuellen Stand der Nazimobilisierung geben und über Alternativen diskutiert, falls der Aufmarsch ausfällt oder verschoben wird. Wir werden einen Überblick über die Proteste geben und unsere gemeinsame Anreise organisieren.
8. Januar — 19 Uhr — LC 36 — Ludolph-Camphausen-Str. 36

3) Ab dem 18. Januar dreht sich alles wieder um das Thema NSU, ganz konkret um die Anschläge in der Probsteigasse und in der Keupstr.! Am Sonntag wird es eine Gedenkveranstaltung in der Probsteigasse veranstaltet. Mehr dazu auf dem Blog probsteigasse.noblogs.org!
Einen Tag später, am 19.1.15, geht es zum NSU Prozess nach München. Die Busse aus Köln sind startbereit – jetzt Ticktes kaufen!

Jahresrückblick 2014 – Der Kampf geht weiter!

Der etwas andere Jahresrückblick. Hier findet ihr einige Streifzüge unserer Politik im Jahr 2014:

Wir haben uns gemeinsam mit vielen Leuten gegen Zwangsräumungen gewehrt – Alle für Kalle! Verhindern konnten wir nicht, dass Kalle rausgeworfen wurde. Aber am 22.12. hat Kalle seine Rückkehr ins Agnesviertel gefeiert.
Video 1
Video 2
Willkommen zurück!
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Auf nach München. Und weiter.


Positionspapier der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland (AKKU)

Am 20. Januar 2015 werden die ersten Betroffenen des Kölner Nagelbombenanschlags im NSU-Prozess am Münchener Oberlandesgericht befragt. Manche treten als Zeug*innen, andere als Nebenkläger*innen – oder beides – im Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte aus dem Untersützer*innen-Netzwerk des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) auf.
Nachdem am 9. Juni 2004 in der Kölner Keupstraße eine vom NSU deponierte Nagelbombe explodierte und 22 Menschen teils schwer verletzte, konzentrierten sich die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden ausschließlich auf die Opfer und deren Angehörige. Jahrelang waren sie Verdächtigungen und rassistischen Zuschreibungen ausgesetzt, gleichzeitig blieb eine solidarische Unterstützung seitens der Kölner Öffentlichkeit aus. Die Betroffenen machten eine doppelte Gewalterfahrung; indem sie erst von dem Anschlag selbst, dann von der Nicht-Unterstützung und dem institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus getroffen wurden.
Wir werden zusammen mit der Initiative „Keupstraße ist überall“ die Betroffenen solidarisch nach München begleiten. Gemeinsam stellen wir die Forderungen nach schonungsloser Aufklärung und werden unseren Protest gegen die jahrelange Diskriminierung auf die Straße tragen. Warum wir es aus antifaschistischer Perspektive wichtig finden, gemeinsam nach München zu fahren, haben wir in diesem Aufruf formuliert. (mehr…)

Pegida? Läuft nicht in Köln!

Seit Wochen demonstrieren in Dresden tausende rassistische Bürger*innen gemeinsam mit extrem rechten Hooligans und Neonazis unter dem Namen Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Nun versucht Pegida auch in NRW Fuß zu fassen. Erste Demonstrationen fanden in Düsseldorf und zuletzt in Bonn statt, wo es mehreren tausend Menschen gelang, den Aufmarsch von ca. 300 Rassist*innen durch Blockaden zu verhindern.

Für Montag, den 05.01.2015, hat nun der Kölner Pegida-Ableger „Ködiga“ einen Aufmarsch in Köln angekündigt. Treffpunkt der Rassist*innen, rechten Hools und Neonazis ist um 18:30 Uhr am Ottoplatz in Köln-Deutz. Organisiert wird das Ganze von bekannten Funktionär*innen extrem rechter Gruppierungen wie PRO NRW.
Es ist nicht einmal drei Monate her, dass mehrere tausend rechte Hooligans und Neonazis in Köln randalierten. Wir werden nicht zulassen, dass im Januar wieder ein rassistischer Mob durch Kölns Straßen zieht! Die erfolgreiche Verhinderung des sogenannten Antiislamisierungskongresses im Jahr 2008 und der PEGIDA/BOGIDA Demo in Bonn haben zeigen, wie es geht. Durch entschlossene und vielfältige Blockaden können wir Pegida/Kögida stoppen!

Achtet auf Ankündigungen und: teilen/liken/weitersagen!

Köln gegen rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

18. Januar 2015: Kundgebung zum 14. Jahrestag des neonazistischen Anschlags in der Probsteigasse

Am 21. Dezember 2000 betrat einer der Täter des NSU ein kleines Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse. Er führte einen Weihnachtsgeschenkkorb mit sich und ließ diesen im Laden zurück, um angeblich Geld für den Einkauf im Laden zu holen. In dem Geschenkkorb befand sich eine Christstollendose, die einen Sprengsatz enthielt. Der Ladenbesitzer stellte den Korb zur Aufbewahrung in das Hinterzimmer des Ladens. Hier detonierte der Sprengsatz am 19. Januar 2001, als die damals 19 jährige Tochter des Ladenbesitzers die Dose öffnete. Sie erlitt schwerste Verbrennungen am Oberkörper und im Gesicht.
Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen herbeifantasierten Racheakt aus dem Rotlichtmilieu. Die Familie hat einen deutsch-iranischen Hintergrund, jedoch wurde ein rassistisch motivierter Anschlag von der Kölner Polizei sofort und grundlos ausgeschlossen. Stattdessen wurde auf Streitigkeiten mit einem Bauunternehmer mit türkischem Migrationshintergrund verwiesen. Noch am Tattag nahm die Kölner Polizei mit dem Verfassungsschutz (VS) Kontakt auf, wie später bei der Aufarbeitung deutlich wurde. Die Verfassungsschutzbehörden ermittelten jedoch einseitig und sammelten Informationen über die Opfer. Hier ging es nicht um einen möglichen Abgleich mit anderen rassistischen Anschlägen – die Betroffenen standen unter Verdacht. Und das, obwohl einige Anhaltspunkte auf einen Anschlag von Neonazis hinwiesen.
Heute, 14 Jahre später, wird der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) für die Tat verantwortlich gemacht. Bis heute ist ungeklärt, wie der NSU auf das völlig unscheinbare Geschäft und dessen Inhaber aufmerksam wurde, ob es lokale Helfer gab und wer den Geschenkkorb in dem Laden abgestellt hatte. Daran, dass es sich um Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt gehandelt hat, bestehen ernsthafte Zweifel. Beschreibungen des Täters von Mitgliedern der Familie passen nicht zu den beiden. (mehr…)